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(Aus aktuellem Anlass und wegen Frau… äh… Muttis Stöckchen.)
Dieses Foto machte der Damals-noch-nicht-Ähämann im Juli 2002 an dem Ort, den ich bis heute mein „finnisches Zuhause“ zu nennen pflege. Es zeigt die liebste Freundin und mich beim Bereden – offensichtlich (denn erinnern kann ich mich nicht) –wichtiger Dinge.
So hatte unsere Freundschaft angefangen – an diesem Ort, beim Bereden wichtiger Dinge.
Als das Foto entstand, war seitdem ein Jahr vergangen, und Pinni hatte vor ein paar Monaten ihre Doktorandenstelle angetreten. Die, die wir beide so gern wollten. Die sie bekommen hat. Ich nicht. Ich arbeitete stattdessen in Jena auf dem Umweltamt, was nicht die schlechteste Arbeit gewesen wäre, wenn ich mich nicht so nach der Wissenschaft und nach Finnland gesehnt hätte. Zu Mittsommer packten wir den J-FI mit Zelt und Schlafsäcken und einer Kiste Bier für die Lieblingstechniker und Pinnis und des Isos Staubsauger und Wäscheständer, die bei ihrem Umzug keinen Platz mehr gefunden hatten, und fuhren nach Finnland. Nach Hause.
Ich war ein wenig verzagt und unschlüssig, was meine Zukunftspläne anging. Pinni war es, die mir Mut machte, es doch einfach anderswo in Finnland zu versuchen. Gleich nach dem Urlaub schrieb ich mehrere emails, und kurz darauf kam diese eine, die sich von den anderen „Danke für dein Interesse. Leider haben wir gerade kein Geld, aber schreib doch mal einen Antrag!“ dadurch unterschied, dass in ihr stand: „… aber lass uns doch mal gemeinsam einen Antrag schreiben.“ Damit nahmen die Dinge ihren Lauf. :-)
Ohne dieses Foto gäbe es viele, viele danach entstandene Glücksfotos gar nicht. Ohne dieses Foto gäbe es kein Suomalainen Päiväkirja.
Und morgen fahre ich nach Hause. Und Pinni treffen. :-)
… noch ein Endjahresstöckchen, das mir Ansku zwar rechtzeitig zugeworfen hat, aber ich erst ziemlich spät entdeckt habe.
1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
8. Mindestens. Abzug gibt’s wenn überhaupt nur für den babybedingten Schlafmangel und Stress und die vielen Kindergartenseuchen, die uns das Mäusekleinkind regelmässig nach Hause gebracht hat.
2. Zugenommen oder abgenommen?
Bis Mai zugenommen, danach abgenommen. ;-)
3. Haare länger oder kürzer?
Länger. Dank der Schwangerschaft. :-)
4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Wie immer, würde ich mal sagen. Eine Brille brauch’ ich jedenfalls nicht.
5. Mehr Kohle oder weniger?
Bisschen weniger.
6. Besseren Job oder schlechteren?
Wie man’s nimmt. ;-)
7. Mehr ausgegeben oder weniger?
Weniger. Mit Baby kommt man ja nicht zum Einkaufen. ;-)
8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Die Erkenntnis, dass ich, obwohl es sehr viel stressiger ist, zwei Kinder sehr viel mehr geniessen kann als ich eins je konnte.
9. Mehr bewegt oder weniger?
Mehr! (Mit Tragetuch , Kinderwagen und auf Spielplätzen.)
10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Unzählig. (So ist das mit einem Kind im Kindergarten.)
11. Davon war für Dich die Schlimmste?
Die flunssa, die mir Weihnachten versaut hat, sich dann zu einer Nasennebenhöhlenvereiterung ausgewachsen hat und immer noch nicht wieder weg ist.
12. Der hirnrissigste Plan?
Im Herbst eine „Kreuzfahrt“ nach Mariehamn zu machen. (Wenn die Fahrzeiten nicht so blöd gewesen wären, hätten wir ja die „grosse Kreuzfahrt“ nach Stockholm gemacht, das wäre bestimmt besser gewesen.)
13. Die gefährlichste Unternehmung?
Statistisch gesehen vermutlich diverse Autofahrten…
14. Die teuerste Anschaffung?
Eine Badewanne. Gleichzeitig auch die lohnendste. :-)
15. Das leckerste Essen?
Da wir Finnland dieses Jahr nicht verlassen haben und man ja bescheiden wird, was gutes Essen betrifft: diverse italienische Mittagessen bei Johanna.
16. Das beeindruckendste Buch?
Ich hab’ jetzt nicht soooo viel gelesen im letzten Jahr… Zum wiederholten Male gelesen und immer noch sehr begeistert: Jaroslav Seiferts „Alle Schönheiten der Welt“. Ansonsten ist mir „Das Wunschkind“ von Ina Seidel am meisten in Erinnerung geblieben.
17. Der ergreifendste Film?
Film?! Im Kino war ich dieses Jahr überhaupt nicht, und für DVDs war ich meist zu müde. Naja, mit Kolya hab’ ich mir ja schliesslich den Babyblues weggeheult, das muss dann doch ein immer wieder ergreifender Film sein.
18. Die beste CD?
Keine neue jedenfalls. Vielleicht „Around the Sun“ von R.E.M., die „Reppu 1“ von Eppu Normaali und natürlich unsere diversen Weihnachts-CDs.
19. Das schönste Konzert?
Musste ja ausfallen. :-(
20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Mit den Mäusekindern.
21. Die schönste Zeit verbracht mit?
Den Mäusekindern und dem Ähämann.
22. Zum ersten Mal getan?
Einen eigenen Doktorhut aufgehabt.
Allein zwei kleine Kinder betreut.
Auf dem Meer gerudert. (Genaugenommen habe ich das ja an gleicher Stelle mit dem gleichen Boot schon mal getan, aber damals habe ich mich nicht weiter als 20 m vom Steg entfernt.)
23. Nach langer Zeit wieder getan?
Fahrrad gefahren. (Jedenfalls fühlte sich die Zeit der Schwangerschaft, in der sich Fahrradfahren doof anfühlte und ich es freiwillig sein liess, unendlich an. Ohne Fahrrad, wenn ich jeden Schritt laufen muss, fühle ich mich irgendwie nur halb.)
24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Die ganzen Kindergartenseuchen, mit denen das Mäusekleinkind das Mäusebaby und mich angesteckt hat.
25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Das Mäusebaby davon, dass ein bisschen Schlaf ab und zu sein muss.
26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Woher soll ich das wissen?!
27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Die Babytrage, die ich von meinen Kollegen zur Verteidigung bekommen habe.
28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Da kann man jetzt keine Betäubung mehr machen, der Muttermund ist schon 9 cm auf.“
29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Siehe 26.
30. Dein Wort des Jahres?
Vollkommen klar: Kaffepaussi! ;-)
31. Dein Unwort des Jahres?
”Herrenhuter” Stern
32. Dein Lieblingsblog des Jahres?
Ganz besonders freut mich, dass 2008 auch die liebste Freundin, die so wunderbare mails schreiben kann, unter die Blogger gegangen ist. :-)
33. Zum Vergleich: Verlinke Dein Stöckchem vor vorigen Jahr!
Gab’s noch nicht.
… ist jetzt bei uns eingezogen. Nach Bosch, der von meinen Eltern zu uns nach Jena gezogen ist, Herrn Vähävirtanen, der mit uns im Studentendorf lebte, und dem schon sehr alten und klapprigen Onkel Upo, den wir in der neuen Wohnung vorfanden, ist jetzt die Dame Cylinda bei uns eingezogen.
Gestern habe ich es endlich geschafft, den letzten Teil unserer doch inzwischen recht umfangreichen Kuhsammlung an ihr anzubringen:
Angefangen hat das alles 2002. Damals, als Ines und Sven gerade nach Finnland gezogen waren und wir ihnen ihren Staubsauger und ihren Wäscheständer mit ein paar tausend Kilometern Umweg über Norwegen und Nordfinnland nach Jyväskylä hinterherfuhren, gab es da auf einmal so tolle Milchpackungen mit Kühen drauf. Alle leeren Milchpackungen, derer wir habhaft werden konnten, wurden ausgeschnitten, reisten mit zurück nach Deutschland und schmückten fortan Bosch. Ein Jahr später reisten die Kühe zurück nach Finnland, wurden an Herrn Vähävirtanen angebracht und bekamen recht bald Verstärkung. Bis zu unserem Umzug, der uns mit Upo zusammenbrachte, war die Sammlung glücklicherweise schon so weit gewachsen, dass sie gnädig alle seine Schrammen und Altersflecken verdeckte. Insbesondere erfreuten wir unsere finnischen Besucher mit unserer Kuhsammlung – ”Ich wusste gar nicht, dass es soooo viele verschiedene Kühe gegeben hat!” oder ”An diese Kühe kann ich mich gar nicht mehr erinnern.” bekamen und bekommen wir jedes Mal zu hören. Als es vor einigen Wochen neue Kühe gab, wurde ich sogar auf Arbeit gefragt, wo ich die denn nun noch unterzubringen gedenke. Na, Dame Cylinda hat gerade noch so Platz für alle gehabt. Aber wenn es das nächste Mal neue Kühe gibt, werden wir wohl zum System der Wechselausstellungen übergehen müssen.
Und wie sehen eure Kühlschränke aus?
(Das ist ein spontan selbsterdachtes Stöckchen!)
Aufgehoben, beantwortet und weitergeworfen über den grossen Teich und ins Weihnachtsland.
1. Liebstes Weihnachtslied?
“Tochter Zion“
2. Wann fängst Du an mit Weihnachtsdeko?
Am Samstag vor dem 1. Advent. Dieses Jahr wahrscheinlich ein paar Tage eher, weil wir an diesem Wochenende Besuch bekommen. Aber keinesfalls schon Mitte November!
3. Kaufst Du Dir einen eigenen Adventskalender?
Nein, den bekomme ich geschenkt. ;-) Den hier, wie jedes Jahr.
4. Weihnachtsbaum?
Zwei. Einen im Garten mit Lichtern ab dem ersten Advent,

und einen ab Heiligabend in der Wohnung.
5. Weihnachtsgans?
Nein.
6. Drei Nüsse für Aschenbrödel?
Nein.
7. Heiligabend-Ritual?
Baum schmücken. 12:00 Uhr zur Verkündigung des Weihnachtsfriedens auf dem Turkuer Alten Marktplatz. Gottesdienst in der Katariinankirkko. Kerzen auf dem Friedhof gucken. Bratwurst-Kartoffelbrei-und-Sauerkraut-Essen. Bescherung. Lichteln, Weihnachtslieder hören. Sauna. Lichteln, Weihnachtslieder hören, Bowle trinken, das letzte Kapitel von „Morgen Findus wird’s was geben“ vorgelesen bekommen.
8. Weihnachtstage-Ritual?
Nichts tun. Am ersten Weihnachtstag zum Gottesdienst unserer internationalen Gemeinde gehen und „Stille Nacht“ auf Deutsch singen. Bei schönem Wetter vielleicht auf Ruissalo spazierengehen.
9. Hast Du Geschenkwünsche geäußert und berechtigte Hoffnung auf Erfüllung?
Sehr zum Leidwesen des Ähämanns und meiner Eltern ist mir immer noch nichts eingefallen, was ich mir schenken lassen könnte.
10. Größter persönlicher Weihnachtswunsch (abgesehen von Gesundheit, Weltfrieden etc. ;o)?
Schnee.
11. Welchen Musiker/Schauspieler/berühmten Menschen würdest Du gerne zur Weihnachtsfeier einladen?
Bitte?! Niemanden!
12. Würdest Du Weihnachten lieber in der Karibik feiern?
Nie und nimmer.
13. Weihnachten mit Großfamilie (Oma, Opa, Onke, Tante..alle) oder Kleinfamilie (Mama, Papa, Kind)?
Kleinfamilie. Selbst wenn die Entfernung zum Rest der Familie kleiner wäre.
14. Lieblings-Plätzchen?
Selbstgebackene Pfefferkuchen.
15. Schon Geschenke gekauft?
Zwei oder so. Ansonsten fehlen mir noch die Ideen.
16. Würdest Du Weihnachten lieber abschaffen, ersetzen?
Natürlich nicht!
… gestern auf dem Heimweg fiel mir ein, dass ich doch noch eine Aufgabe zu erledigen hatte.
Um es nicht wieder zu vergessen, schritt ich sofort zur Tat:
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Und verbrachte zur Strafe für die Verspätung fünf Minuten neben einem penetrant nach Hundesch*** stinkenden Mülleimer. (Der ein prima Stativ für die Kamera abgab.)
Naja.
Gleich, als dieses Stöckchen in den ersten Blogs auftauchte, fiel mir wieder ein: da war doch mal dieser lustige Test in der Kuukausiliite. Wo man testen konnte, zu wieviel Prozent man Mann und zu wieviel Prozent Frau ist. Mit dieser besonders lustigen Frage, ob man schon jemals schneller als 140 km/h gefahren wäre. Oh ja, die Ausgabe muss ich doch gleich nochmal rauskramen!
Die Fragen basieren auf statistischen Erhebungen in Finnland, bei denen deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen festgestellt wurden. (Kuukausiliite 07/2004)
Dann mal los:
”Frauen”fragen
1. Ich bin hundertprozentig eine Frau.
Ja, ich denke schon.;-)
2. Ich lese wöchentlich länger als eine Stunde Bücher.
3. Ich habe mindestens einen Freund / eine Freundin, mit dem / der ich über alles sprechen kann.
Und nebenbei Gras rupfen… ;-)
4. Ich mache Handarbeiten.
Bitte, was?!
5. Ich trinke weniger Alkohol als mein Partner.
Nein. Das brachte uns seinerzeit ein grosses Lob meiner neuvolatäti ein, dass wir beide gleich viel, besser gesagt, gleich wenig, trinken. Sonst würde es mir armen Frau ja sooo schwer fallen, während der Schwangerschaft nicht zu trinken…
6. Ich zünde Kerzen an, wenn ich alleine bin.
Naja, gelegentlich. Im Advent. Oder im Herbst. Aber eigentlich eher selten.
7. Ich lerne gern Immigranten kennen.
Was’s das denn für ’ne Frage?!
8. Ich verdiene weniger als 2000 € im Monat.
9. Ich habe Angst, dass Opfer eines sexuellen Annäherungsversuchs zu werden.
Nöö. Blauäugig eben. ;-)
10. Ich verbringe mit Wäschewaschen und Bügeln mehr als eine Stunde in der Woche.
Mit Waschen ja. Mit Bügeln wahrscheinlich eine Stunde im Jahr oder so.
11. Ich war im letzten Jahr mindestens drei Tage wegen eines Unfalls auf dem Arbeitsweg krankgeschrieben.
Nöö, noch nie passiert. Allerdings hätte ich mich damals in Jena gern nach dem Sturz vom Fahrrad auf regennasses Pflaster mit der Ketchupflasche aus Glas im Rucksack drei Tage krankschreiben lassen – zum Säubern des Rucksacks und seines Inhalts.
12. Ich erinnere mich an die Geburtstage meiner Freunde.
Selbstverständlich.
13. Ich kenne mehrere Geschirrserien beim Namen.
Seit ich in Finnland wohne schon…
14. Ich verbringe mehr als 40 min täglich mit der Zubereitung von Mahlzeiten.
Niemals!
15. Wenn ich im Restaurant auf die Toilette gehe, frage ich manchmal meine Freundin, ob sie mitkommt.
Nee, das schaffe ich schon alleine. In letzter Zeit frage ich auch eher, ob sie solange mal auf das Mäusekleinkind aufpassen kann.
16. Ich weiss, warum manche Hosenstoffe Lycra enthalten.
Zumindest glaube ich das.
17. Ich kenne meinen Taillenumfang in Zentimetern.
Keine Ahnung.
18. Ich bete mindestens einmal im Monat.
Mindestens einmal am Tag, würde ich sagen.
19. Ich weiss, wer Anna Vihervaara ist.
Bitte, wer?!
20. Ich glaube, dass die Welt in den nächsten Jahren unsicherer werden wird.
Ich glaube, dass die Hysterie der Menschen wachsen wird, und das wird unsere Welt unsicherer machen. Ansonsten glaube ich das nicht. Blauäugig eben. ;-)
21. Ich weiss, wo sich meine Freunde die Haare schneiden lassen.
22. Ich befürworte Naturschutzbewegungen.
Meistens zumindest.
23. Mein Hobby ist Reiten.
Nie und nimmer!
24. Ich telefoniere mehr als eine Stunde wöchentlich.
25. Ich benutze zur Maniküre eine Nagelfeile.
26. Ich mag es, wenn meine Fusssohle massiert wird.
27. Ich kann ein gutes Gericht ohne Fertig- oder halbfertige Produkte zubereiten.
Ich könnte wahrscheinlich schon. Mit Rezept. Aber ich will nicht.
28. Ich habe eine Lieblings-Kleidungsfarbe.
Ich habe eine Lieblingsfarbe, die ich für Fahrradhelme, Handys, Kinderwagen, Rucksäcke… bevorzuge. Aber eine Lieblings-Kleidungsfarbe? Nein. Der Ähämann aber!
29. Ich bin wöchentlich mehr als eine Stunde mit Geschirrspülen beschäftigt.
Nicht mehr. :-)
30. Ich habe die Gardinen meiner Wohnung selbst ausgewählt.
Eine allein, die andere gemeinsam mit dem Ähämann.
31. Ich bin schon mal das Opfer von Gewalt oder Mobbing am Arbeitsplatz geworden.
Nee, so würde ich das nicht nennen…
32. Ich kaufe manchmal ”lose Süssigkeiten”.
Am liebsten die ”Apfelkugeln”. Oder die ”Missä X”-Mischung ohne die Lakritzgummis.
33. Ich bin im letzten Jahr in der Oper, im Theater oder im Ballett gewesen.
Schön wär’s gewesen…
34. Wenn ich ein Date habe, und der Andere kommt nicht, rufe ich sofort meine beste Freundin an und erzähle ihr davon.
35. Ich arbeite im öffentlichen Dienst.
Naja, kann man wahrscheinlich so sagen.
36. Ich habe schon mal eine Verletzung als Folge von häuslicher Gewalt davongetragen.
Nein. Und die Gabel, die ich einst nach dem Ähämann warf, hat zum Glück auch keine bleibenden Schäden angerichtet.
37. Ich entscheide mich oft für ein kleines Glas Bier oder Wein statt eines grossen.
Ich habe mit der Aufnahme von grösseren Flüssigkeitsmengen generell Probleme. Noch heute denke ich staunend daran zurück, wie mein damals 10-jähriger Klassenkamerad auf einer Radtour eine Literflasche Limo in ungefähr 10 Sekunden leerte.
38. Ich rasiere mir die Achselhaare.
39. Wenn ich ein gutes Parfüm gefunden habe, sage ich es meiner Freundin weiter.
Parfüm? Ich? Ich finde äusserst selten ein gutes. Wahrscheinlich, weil ich nicht genug suche. ;-) Das letzte Mal, dass ich ein gutes Parfüm ”fand”, war vor ungefähr zehn Jahren. Damals ist mir im Laden der Tester aus der Hand gerutscht, auf dem Boden zerschellt, und das Parfüm verteilte sich über meine Hose. Trotz der Menge roch es aber angenehm. Und erinnerte mich an ein Shampoo aus meiner Kindheit. DAVON habe ich einer guten Brieffreundin erzählt, und die Liebe hat es mir daraufhin zum nächsten Geburtstag geschickt. So viel dazu.
40. Ich bin alleinerziehend.
41. Ich fürchte mich vor Spinnen.
Vor Schlangen!
42. Wenn ich meine Freunde treffe, essen wir oft etwas und unterhalten uns übers Essen.
Ich schätze mal, hier ist selbstgemachtes Essen gemeint. Früher, sprich in Jena, traf ich meine Freunde grundsätzlich zum Essen, jetzt unterhalte ich mich mit den gleichen Freunden höchsten darüber, wie schade es ist, dass das hier nicht geht. ;-)
43. Ich spucke nicht auf die Strasse.
44. Ich esse etwas Gutes, wenn ich schlechte Laune habe.
45. Ich habe Grünpflanzen an meinen Arbeitsplatz gebracht.
46. Ich habe Angst vor einem Verkehrsunfall.
47. Wenn ich gerührt bin, kann es passieren, dass ich ”Hilfe!” sage.
???
48. Ich esse nicht gern die Haut von gebratenem Fisch.
Kommt auf den Fisch an. Aber eigentlich esse ich die gern. Und wie jemand beim Broiler ausgerechnet die Haut verschmähen kann, das ist mir ja ganz und gar unverständlich. (Doch, das hab’ ich durchaus schon beobachtet!)
49. Ich habe schon mal darüber nachgedacht, Vegetarier zu werden.
Nachgedacht ja. Weil ich sowieso nicht so gern Fleisch esse. Und auch aus Tierschutzgründen. Aber nicht ernsthaft.
50. Ich habe einer Freundin schon mal die Mängel meines Körpers vorgeführt.
”Männer”fragen
1. Ich bin hundertprozentig Mann.
2. Ich kann Leutnant, Oberst oder General als Titel angeben.
3. Ich nenne zumindest einige meiner Freunde beim Nachnamen.
4. Ich lese weniger als eine Stunde pro Woche Bücher.
5. Ich kann eine Bierflasche ohne Öffner öffnen.
6. Ich bin ein Unternehmer.
7. Ich weiss, wie lang die Laufbahn des Olympiastadions ist.
Ich schätze mal, so lang wie in jedem Stadion?
8. Ich traue mir nicht zu weinen, wenn andere dabei sind.
Naja, ich tu’s zumindest nicht gerne.
9. Ich verdiene mehr als 3000 € im Monat.
10. Ich verbringe weniger als 15 Minuten in der Woche mit Waschen und Bügeln.
11. Wenn ich mich ausziehe, lasse ich die Sachen oft auf den Boden fallen.
12. Grillwurst darf gerne eine verbrannte Pelle haben.
13. Seitlich einparken ist für mich keine problematische Aufgabe.
Ich habe Autofahren eigentlich erst richtig in Finnland gelernt. Ich fahre gern schnell kurvige Strassen, ich habe kein Problem mit unbefestigten Strassen oder Schnee und Eis. Ich kann das sogar mit einem Lada im Winter. ;-) Was ich nicht gelernt habe, ist Einparken. Warum auch – ist ja genug Platz…
14. Ich war im vergangenen Jahr mindestens drei Tage wegen eines Arbeitsunfalls krankgeschrieben.
15. Ich weiss, welche Automarken meine Freunde fahren.
16. Falls ich rauche, rauche ich mindestens eine Schachtel am Tag.
17. Wenn ein Ball in Reichweite ist, fange ich an, damit zu spielen.
18. Ich komme mit weniger als 20 min täglich zur Essenszubereitung aus.
19. Mein Auto ist ein Mercedes.
Aber nie im Leben!
20. Ich bin für den Bau des neuen Atomkraftwerks.
21. Ich lese mindestens einmal täglich Bildschirmtext.
Ich weiss nicht mal, wie das geht…
22. Ich habe meine Brieftasche in der Hosentasche.
23. Meiner Meinung nach ist Sexappeal eine der wichtigsten Eigenschaften an meinem Partner.
24. Ich weiss nicht, welches Sternzeichen meine besten Freunde haben.
Hm, ich weiss nicht mal die meiner Familie…
25. Ich lese fast täglich den Wirtschaftsteil der Zeitung.
26. Ich telefoniere weniger als eine halbe Stunde wöchentlich.
27. Ich kann drei Gewichte heben.
28. Ich vermeide es, gefüllten Paprika zu essen.
29. Ich weiss, wo man die Starthilfekabel befestigen muss.
30. Ich kenne meinen Halsumfang.
31. Ich bin mit dem Auto schon mal schneller als 140 km/h gefahren.
Allerdings dort, wo’s auch erlaubt war. Das schränkt die Möglichkeit dazu hier schon mal ein wenig ein.
32. Ich habe schon mal eine Motorsäge benutzt.
33. Ich habe mir schon mal eine Verletzung bei der Wartungs-, Reparatur- oder Bauarbeiten zu Hause zugezogen.
34. Ich verbringe weniger alse eine halbe Stunde wöchentlich mit Geschirrspülen.
35. Ich denke, dass Männer und Frauen heutzutage in Finnland ausreichend gleichberechtigt sind.
Eigentlich schon. Doch.
36. Ich verfolge ab und zu Fussballspiele.
37. Ich spiele gern Tischeishockey.
Was es nicht alles gibt…
38. Ich würde nicht gern Sport in einer Gruppe und unter Anleitung machen.
39. Ich habe das Kochen hauptsächlich von meinem Partner gelernt.
40. Ich habe mich schon mal beim Fussball- oder Eishockeyspielen verletzt.
41. Ich kenne drei Charactere aus dem ”Unbekannten Soldaten” mit Namen.
Gelesen, ja. Gemerkt, nein. Im Fernsehen angeguckt, nie.
42. Ich bewahre Münzen gewöhnlich in der Hosentasche auf.
43. Ich könnte mir vorstellen, eine Geschlechtsbeziehung mit mehreren Partnern gleichzeitig zu haben.
44. Ich erinnere mich an das Ergebnis meines Cooper-Tests.
Bitte was für’n Test?! Ach so. Hätte ich ja gleich drauf kommen können, dass das was mit Sport zu tun haben muss bei den Finnen…
45. Ich würde gern luftgewehrschiessen.
46. Ich gehe nie gemeinsam mit meinen Freunden Klamottenkaufen.
Manchmal mit dem Ähämann. Gern aber auch alleine.
47. Es macht Spass, ein Messer so zu werfen, dass es irgendwo stecken bleibt.
Ja, bestimmt. Aber machen tu ich’s trotzdem nicht.
48. Ich weiss, wie eine Spitfire aussieht.
Jetzt ja.
49. Ich habe einen Abschluss in einer technischen Studienrichtung.
50. Ich benutze manchmal verletzende Spitznamen für meine Freunde.
Aha. Ich bin also in finnischen Massstäben zu reichlich zwei Fünfteln Frau und zu einem Fünftel Mann. Und der Rest? Kind? Deutsche? Interessant. ;-)
Ich hoffe, hiermit mal wieder genügend Auskunft sowohl über mich als auch über finnische Eigenheiten gegeben zu haben, sowie es denen ein bisschen leichter zu machen, die bei dem Originalstöckchen sehr zu überlegen hatten oder noch haben, was denn nun typisch männlich oder weiblich sei.
Hat eigentlich schon mal ein Mann dazu Auskunft gegeben? Oder ist ”Ich schreibe ein Blog?” eine neue ”Frauen”frage?
(XY bei Frau Antonmann, Kaltmamsell, Larissa, dem Miest. Den entsprechenden Vor- und Zurücklinks für weitere 100 XYs kann dann jeder selber folgen.)
Und dann warf die Mischpokenregierung schon wieder ein Stöckchen über die Ostsee. Das muss ich ja dann wohl auch aufheben…
Fünf Dinge, die ich habe, aber nicht will
1. Stöckchenaufhebpflichten ;-)
2. schon wieder Erkältung
3. die ganzen Wollmammuts in unserer Wohnung
4. eine Kinderkleiderschrank voll rosa Klamotten (Bitte, grün oder gelb oder rot wären doch auch schöne Farben, warum bitte muss es denn IMMER rosa sein?! *stöhn*)
5. Heuschnupfen
Fünf Dinge, die ich will, aber nicht habe
1. noch zwei bis drei Kinder (Kann ja noch werden.)
2. einen Job als Biologe im „richtigen Leben“ (Kann auch noch werden. Hoffentlich.)
3. einen „Schnellkühler“, Mikrowelle umgekehrt sozusagen (Kann das mal bald jemand erfinden?)
4. mehr Zeit
5. eine Strassenbahn für Turku
Fünf Dinge, die ich nicht habe und nicht will
1. eine Brille
2. so einen fürchterlichen Handgepäck-Rollkoffer
3. einen Wäschetrockner
4. einen Hund
5. ein eigenes Haus
Diese Woche fielen hier gleich mehrere Stöckchen zu Boden. (Ähm, hab’ ich eigentlich erzählt, dass ich mir vor drei Wochen oder so eine Weile wie ein Hundebesitzer vorkam? Weil Anniina so eine Phase hatte, in der sie extrem schlecht geschlafen hat und ich früh entweder gleich nach dem Aufstehen oder auf dem Weg in den Kindergarten eine grosse Runde mit ihr gelaufen bin, damit sie im Kinderwagen nochmal schläft? Und nachmittags auf dem Weg nach Hause wieder? Und hab’ ich eigentlich erzählt, dass sie den tollen weichen Muuminball, den sie von den Nachbarn zum Geburtstag geschenkt bekommen hat, am liebsten wie ein Hündchen mit den Zähnen apportiert? Nee? Ach, ich schweife ab…)
Die Frau Antonmann fragte nach einem Lieblingsmöbelstück. Hm, ja, *grübel*, hab’ ich denn sowas? Solange wir unseren Geschirrspüler noch nicht hatten, hätte ich gut und gerne unseren Geschirr-abtropf-Schrank als Lieblingsmöbelstück bezeichnet, aber irgendwie ist der ja nun nicht mehr so wichtig. Und schön ist er eigentlich auch nicht. Was ich wirklich mag, sind unsere riesigen Einbauschränke, die in finnischen Wohnungen genau wie die Küche zur Wohnung gehören. Aber schön sind die auch nicht. Keine wirklichen Lieblingsmöbel also. Das wären schon eher unsere zwei ”Fridolin”-Kleiderschränke mit der tollen Schublade gewesen, die jetzt aber wegen besagter Einbauschränke auseinandergebaut und gut verpackt ihr Dasein im Luftschutzkeller fristen. Frau Antonmann gab mir den Tipp, ich solle es mit Staubwischen versuchen, vielleicht stiesse ich dann auf mein Lieblingsmöbelstück. Ähm, ja. Staubwischen wäre natürlich dringend nötig. Erfolgt aber zur Zeit immer nur dann und nur dort, wo es wirklich am allernötigsten ist. Das war zuletzt auf der Mikrowelle, auf der alle unsere Teedosen stehen. Nun finde ich zwar unsere Mikrowelle recht schön, und ich weiss nicht, was wir ohne sie machen sollten – wenn z.B. früh ein vor Hunger brüllendes Mäusekind in seinem Stühlchen sitzt und keine zwei Minuten warten kann, bis die verschlafene Mutter oder der verschlafene Vater seinen puuro zubereitet haben (von dem es dann drei Löffelchen isst…) – aber unter die Kategorie ”Möbel” fällt eine Mikrowelle ja wohl auch nicht. Hm, aber da ich schon einmal in der Küche war, fiel mir ein, dass ich mit meinem Sortierwahn tatsächlich alle Möbel besonders liebe, die Schubladen besitzen. Weswegen unser Küchentisch schon immer einer mit Schubladen war. Bis der zu klein wurde. Und dann haben wir so lange gesucht, bis wir einen grösseren gefunden hatten, der auch Schubladen hatte. Und bis wir ein nettes Zuhause für den alten Tisch gefunden hatten. *zuanjawink* Und weil, als wir noch im Yo-kylä wohnten, immer so viele Dinge – Briefe, Fahrradtachos, Geldbörsen, Handyladegeräte… – auf unserer Küchenarbeitsplatte herumlagen, kauften wir uns irgendwann eine Kommode mit acht Schubladen für all den Kram. Die linken vier sind für mich, die rechten vier für den Ähämann. Ganz gerecht. Und so richtig schön ist sie erst, seit diese tolle Hochzeitskarte darüber hängt, auf der man ablesen kann, dass der Ähämann über Danzig nach Finnland gereist ist und ganz allein die Ostsee im Ruderboot überquert hat, um zu mir zu kommen. ;-) *zukatharinaundstefanwink*
So, da sind sie nun, meine liebsten Schubladen:
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Na, das trifft sich ja gut. Alke will was über Bier wissen – und dann auch noch über finnisches Bier, dabei sagt man dazu lieber gar nichts… – und der Haltungsturner will wissen, wie ich so koche. Ganz unfraulich sage ich gleich mal zu Beginn, dass ich zu ersterem lieber Auskunft gebe. ;-)
Dann mal los:
Weizen, Pils, Alt oder Kölsch?
Pils.
Weizen nur mit Bananensaft. *hmmmm*
Alt und Kölsch? Das sieht doch schon so eklig aus!
Welche Marke?
Reichenbrander. Weil das in unserer Familie schon immer getrunken wurde.
Ansonsten gerne tschechisches oder slowakisches Bier. Wobei mir Budweiser (also das echte jetzt!) zu bitter ist.
Von finnischem Bier gerne die I-er Version, also mit extra wenig Alkohol (III-er Bier entspricht in etwa einem deutschen Pils), besonders gut für die Sauna, weil ich sonst gleich einschlafe, und auch gut, wenn man noch stillt und nicht weiss, ob das Kind wirklich verlässlich die Nacht durchschläft. :-) Lapin Kulta ist wohl die bekannteste finnische Marke, allerdings bei Ausländern aus “Bierländern” eher verschrieen. Wir trinken meist Koff oder Karhu. Aber ganz ehrlich, ich schmecke da keinen Unterschied.
Nenne drei Biere, die jeder einmal getrunken haben sollte?
Weiss ich doch nicht!
Achtest du beim Bier auf das deutsche Reinheitsgebot?
Nö.
Welches Bier musst du noch trinken, weil du das noch nie getan hast?
Oh, da gibt es vermutlich jede Menge. (Ach, übrigens, Alke, ich habe damals in dem heissen Sommer 2003 jede Menge Detmolder getrunken. Fand ich lecker.)
Ein Bier, das keines ist?
Finnisches I-er Bier wahrscheinlich. Aber wie gesagt, ich mag’s.
Beck’s schmeckt nach?
Keine Ahnung. Nie probiert. ”Westbier” ;-) ist nicht so meins, schon gar nicht, wenn es so penetrant beworben wird.
Das schönste Logo hat die Marke…
Von den finnischen Bieren: Karhu. Der guckt so schön grimmig. Und die Werbung für den Karhu-”Sikspäk” fand ich auch klasse.
Ansonsten mag ich die bierservierende Ziege auf dem Kozel.
Ist Saufen gut?
Nein. Aber wenn man die Finnen fragt, dann schon. Kneipen werden hier gerne danach beurteilt, ob man sich mit möglichst wenig Geld möglichst viel besaufen kann.
Macht Bier glücklich?
Wenn man an einem heissen Sommertag so richtig durstig ist, dann macht ein kühles Bier zumindest kurzzeitig glücklich. Ja.
Bist du ein Glas- oder Flaschenkind?
In der Sauna aus der Flasche. Sonst aus’m Glas.
Kannst du eine Bierflasche ohne Öffner öffnen?
Nö. Und muss ich ja auch nicht, ich hab’ schliesslich so schöne DDR-Relikte wie einen Öffner mit hinten dran Hornimitat mit eingearbeiteter Wartburgplakette (sowas Schönes gab’s in meiner Schwiegerfamilie) oder diese unheimlich praktischen Öffner, mit denen man hinterher die Flasche wieder verschliessen kann. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich mich dieser Dinger schämen oder stolz sein soll, sowas noch zu haben. ;-)
Hast du einen Bierbauch?
Nö. Bierbäuche haben doch nur Männer! ;-)
Trinkst du Feierabendbiere?
Nö.
Bevorzugst du Kindergrößen, also kleiner als 0,5 ltr?
Oh ja! Da ich Flüssigkeiten egal welcher Art nur in recht kleinen Mengen runterbringe, ist mir auch kleines Bier am liebsten. Da kommen mir die 0,33-l-finnischen-Flaschen übrigens auch gerade recht.
Uff, das waren die Bierfragen. Jetzt wird’s peinlich. Jetzt muss ich mich zum Kochen äussern:
Kannst du kochen? Wenn ja, kochst Du gerne?
Mit Rezept, ja. Meine beste Freundin aus Studienzeiten kann sich heute noch köstlich darüber amüsieren, dass ich ein Heftchen mit selbst aufgeschriebenen Rezepten besass, in dem zu lesen war, dass man Rührei für eine Person aus 2 Eiern und und 2 Esslöffeln Milch zubereitet. Aber ich bin nun mal gern auf der sicheren Seite.
Ob ich gerne koche? Nein.
Wann isst bei Euch die ganze Familie gemeinsam?
Wenn der Ähämann nicht früh zu lange liegengeblieben ist und lieber ohne Frühstück auf Arbeit rennt, dann zum Frühstück. Wochentags esse ich mit Anniina gemeinsam Mittag, am Wochenende kocht uns der Ähämann was, da essen wir erst, wenn sie Mittagsschlaf macht. Abends essen wir auch meist erst, wenn sie schon im Bett ist. Allerdings wird sich das alles nochmal ändern, wenn sie durch den Kindergarten einen anderen Rhythmus hat. Wahrscheinlich werde ich dann auch schon aus dem Haus sein, wenn der Ähämann und Anniina zusammen frühstücken, dafür machen wir dann vielleicht alle gemeinsam Abendbrot.
Was isst Du zum Frühstück?
Auf jeden Fall was Süsses. Toastbrot mit Marmelade oder Honig oder auch mal nur mit Zucker, manchmal nur diese Eierwaffeln mit Butter drauf. Am Wochenende dazu ein Ei. Und als ich so richtig viel stillen musste, habe ich oft früh mit Käsebrot angefangen, seltsamerweise. Aber jetzt wieder ausschliesslich süss.
Wann, wo und wie esst ihr in der Woche?
Mittags jetzt? Also Anniina und ich zu Hause. Ich irgendwas halbfertiges, was schnell geht, so dass wir gemeinsam essen können. Sie maximal ein Viertel Gläschen Babyfutter mit extra gekochtem Reis oder kleinen Makkaroni, weil sie es, genau wie ihre Mama, gar nicht leiden kann, wenn im Essen mehr Sosse als Substanz ist. Der Ähämann meist beim Chinesen bei seiner Arbeit um die Ecke, weil die diversen finnischen Mensen und Kantinen nicht eben besonders leckeres Essen anbieten.
Ab Februar Anniina im Kindergarten, ich auf Arbeit. Wahrscheinlich werde ich mich wieder eher selten durchringen können, in die Mensa zu gehen, weil das Essen wirklich nicht toll ist da, also wird es wohl eher wieder bei Sandwich und munkki bleiben…
Wie oft geht Ihr ins Restaurant?
Sehr unterschiedlich, aber vielleicht im Durchschnitt so zwei Mal im Monat. Schön ist, dass hier nie und nirgends in einem Restaurant geraucht werden darf, also waren wir mit Anniina schon auswärts essen, da war sie gerade mal zwei Wochen alt und schlief im Kinderwagen, während wir assen. Neuerdings liebt sie es, im Hochstühlchen “wie eine Erwachsene” mit am Tisch zu sitzen und rumzugucken, so dass wir halbwegs in Ruhe essen können. :-)
Wie oft bestellt Ihr Euch was?
Bestellen nie. (Oh, ich musste gerade an unsere fetten Nachbarn denken, bei denen alle zwei Tage das Pizzataxi vor der Tür hält…) Aber wir holen uns ziemlich oft takeaway vom Chinesen.
Zu 5 und 6: Wenn es keine finanziellen Hindernisse gäbe, würdet ihr das gerne öfters tun?
Nö. Die Hindernisse sind anderer Art. ;-) (Irgendwann würden wir z.B. ganz gern mal wieder ganz ungehetzt zu zweit abends essen gehen.)
Gibt es bei Euch so was wie Standardgerichte, die regelmäßig auf den Tisch kommen?
Nudelauflauf in diversen Variationen.
Hast Du schon mal für mehr als 6 Personen gekocht?
Nö.
Kochst du jeden Tag?
*stöhn* Bloss nicht! Eigentlich hatte ich ja überlegt, ob ich für Anniina selber kochen sollte, aber bei den winzigen Mengen, die sie isst, lohnt sich wirklich der Aufwand nicht.
Hast Du schon mal ein Rezept aus dem Kochblog ausprobiert?
Nö. Der Ähämann guckt manchmal bei chefkoch.de
Wer kocht bei Euch häufiger?
Der Ähämann. Der kocht fast immer. Ich bin traditionell nur für ein paar wenige bestimmte Gerichte zuständig.
Und wer kann besser kochen?
Der Ähämann natürlich! :-)
Gibt es schon mal Streit ums Essen?
Nö.
Kochst du heute völlig anders, als Deine Mutter / Deine Eltern?
Nö, ganz und gar nicht. :-) Meine Mutter kocht genauso ungern wie ich und grundsätzlich nach Rezept, dafür aber lecker. :-) Mein Vater kocht gar nicht, ist aber mit allem zufrieden, wäre er auch, wenn gar kein warmes Essen auf den Tisch käme. Wenn er doch mal kochen muss, kocht er sich Nudeln, Pudding oder Tütensuppe.
Doch, ich bin meinen Eltern sehr ähnlich. In der Beziehung. ;-)
Wenn ja, isst Du trotzdem gerne bei Deinen Eltern?
Obwohl nein, esse ich gerne bei meinen Eltern, ja. :-)
Bist Du Vegetarier oder könntest Du Dir vorstellen vegetarisch zu leben?
Nein, dafür finde ich ein ordentliches Schnitzel (das es hier leider nicht gibt) oder ein leckeres (Schweine-)steak ab und zu doch zu lecker. Aber ich mach’ mir nicht viel aus Fleisch und mag auch die meisten Fleisch- und Wurstsorten nicht. Ich glaube, ich käme eine ganze Weile gut aus als Vegetarier.
Was würdest Du gerne mal ausprobieren, an was Du Dich bisher nicht rangewagt hast?
So einen voileipäkakku, wie’s ihn bei Ludwig – der das Rezept aus Schweden mitgebracht hat – immer zum Geburtstag gab.
Kochst Du lieber oder findest Du Backen spannender?
Wenn schon, dann lieber backen. Aber auch das macht der Ähämann besser und mit grösserer Begeisterung…
Was war die größte Misere, die Du in der Küche angerichtet hast?
Kann mich an keine erinnern. Wie auch?
Was essen Deine Kinder am liebsten?
Reiswaffel. ;-)
Im Ernst – wenn sie kein Löffelchen Brei mehr will, kein Stückchen Brot, kein Stückchen Banane, keinen Keks – Reiswaffel geht immer noch. Leider kann ich das Kind nicht ausschliesslich von Reiswaffeln ernähren. *seufz*
Was mögen Deine Kinder überhaupt nicht?
Mehr als drei Löffelchen Brei. Zumindest meistens. Und andere Milch als die von Mama.
Was magst Du überhaupt nicht?
Rind, Wild, Leber, Innereien, Thunfisch, Spinat, Rosenkohl… fallen mir jetzt spontan ein.
So, und jetzt seid ihr dran. Ihr alle! ;-)
…gehört, diverse Stöckchen, von denen man getroffen wird, aufzuheben. Dann mal los. Gefragt waren diesmal Lieblingsorte.
Im Wohnort
Der Dom.
Das Café im Stockmann-Kaufhaus – zum Mütter-mit-Babys- und Frauen-mit-Babybauch-Gucken. :-)
Meg und Geoffreys Wohnung. Komplett mit Megs leckerem Essen und Geoffreys Anekdoten aus seiner Kindheit in Afrika und seiner Zeit als Ausländer in Finnland, von “Mister Peruutus“ zum Beispiel, der manchmal die Sauna bucht und manchmal auch nicht *prust*… Irgendwann lassen wir uns adoptieren und ziehen da ein. ;-)
Die Eisbade-Sauna auf Ruissalo.
Die Landzunge auf Ruissalo, an der die Schwedenfähren nur ein paar Dutzend Meter entfernt wie riesige Häuser vorbeifahren.
Der Weg am Fluss entlang – im Sommer, wenn das Gras am Ufer so fett grün ist, wie es das eigentlich gar nicht gibt, und der Fluss träge wie ein schlammiger See daliegt, oder im Winter, wenn der Fluss gefroren ist und der Schnee darauf in der Sonne blendet.
Die Skiloipe hinter unserem Haus, wenn die Laternen schon eingeschaltet sind (und am liebsten natürlich mit Schnee und Skiern an den Füssen… *seufz*).
In der Nähe
Der Bootssteg in Konnevesi.
Die Mannerheimintie in Naantali, wenn die Touristen weg sind.
Die Domstufen in Helsinki, von denen aus man die Fähren wie Hochhäuser über den Präsidentenpalast ragen sehen kann.
Ein Schlafwagenabteil im Zug nach Lappland.
Der Leuchtturmhügel auf Utö, von wo aus man die ganze Insel überblicken kann, im Norden das Archipelago, im Süden das offene Meer, und den Frachtern, die beim Passieren von Utö entweder einen Lotsen an Bord nehmen oder wieder absetzen, lange, lange hinterherschauen.
In der Ferne
Der Gipfel des Kleinen Rozsutec in der Malá Fatra, von dem aus man auf Jožkos Hof gucken kann und mit Fernglas sehen kann, auf welcher Wiese seine Kuh angepflockt ist, ob „der Professor“ aus Bratislava in seiner Sommerhütte ist oder nicht, und ob der Bus aus Žilina pünktlich ist.
Die Kernberge in Jena. Auf dem Gipfel des Jenzig. Auf dem Uniturm in Jena. (Merkt man irgendwie, dass ich weite Ausblicke mag?!) Das „Stilbruch“ in Jena. Ach, sagen wir gleich Jena. ;-)
Die Erzgebirgsdörfer in der Adventszeit. Die Fichtenwälder des Erzgebirges (immer).
Dieser Berg in Narvik, auf den uns vor vier Jahren eine Seilbahn im Abendsonnenschein gebracht hat und dessen restliche Höhenmeter wir in der Mitternachtssonne erklommen – diese totale Stille da oben, die nur unterbrochen wurde, als kurz vor Mitternacht ein kleines Flugzeug weit, weit unter uns in Narvik landete, und dieses Sommernachtslicht, haaach *schwärm* – obwohl wir dort nur ein Mal waren und somit die Definition „Lieblingsort“ vielleicht falsch ist, aber der kommt mir immer in den Sinn, wenn ich nach einem schönen Ort gefragt werde.
…
Ich behalte das Stöckchen mal noch und kaue noch ein bisschen darauf rum – bestimmt fallen mir noch dreiundzwanzig andere schöne Orte ein. Wer das Stöckchen dringend haben will, der nehme es mir einfach weg!








