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Irgendwas mache ich falsch.

Stöckchen waren mir schon immer eher unangenehm. Ich habe noch nie darüber nachgedacht, ob ich ein A-Blogger, ein B-Blogger, gar ein Windelblogger oder sonstwas bin oder gerne wäre. Ich besitze kein Oh-Cynthia-Backbuch und nähe weder Taschen noch U-Heft-Hüllen. Ich habe schon an jedem Monatsgeburtstag meiner zwei Mäusebabys einen nur ihnen und ihren kleinen Schritten auf dem Weg in die Welt gewidmeten Blogeintrag verfasst (weil ich das in Riekes Mamalogen so anrührend fand) bevor das zur gängigen Praxis in Windelblogs von Müttern kleiner Babys geschriebenen Blogs wurde. Meine Kinder machen keinen Scheisselkram. (Doch, natürlich. Aber ich finde dafür meine eigenen Worte.) Ich duze meine Leser nach wie vor. (Noch lieber verzichte ich auf direkte Anreden. Ich frag’ ja normalerweise auch nicht in meinem Blog um Rat. Dafür hab’ ich ja das Babyzimmer.) Meine Blogroll unterliegt ständigen Änderungen, die ohne Tamtam und dramatisch angekündigtes Löschen / Neusortieren / Wiedereinstellen der gesamten Blogroll einhergehen. Über reisende Glücksbücher / Engel / Kaffeetassen / Bücherpakete zu bloggen passt mir irgendwie nichts ins Konzept. (Auch wenn ich diesen Dingen im Grunde meines Herzens gern eine Reise in den Norden Europas ermöglichen würde – nur keinen Platz in meinem Blog, sorry.)

Wenn ich mich so in Klein- Gross-Bloggersdorf umsehe, dann bin ich wohl seit sechs Jahren gehörig auf dem Holzweg. Kein bisschen offen für neue Trends. Unsozial. Und pingelig. Und überhaupt.

Deswegen werde ich wohl meinen Blog für eine Weile schliessen müssen. Mir klar werden, ob ich überhaupt noch bloggen will, und wenn ja, über was. Und wenn nicht mindestens 157 Kommentare eintreffen, die mir sagen, ich solle doch bittebitte und um Himmelswillen weitermachen, dann war das hier mein letzter Blogeintrag.

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Heute Abend ins “Ritz”.
;-)

(Turku, Linnankatu)

So hatte ich mir das auch vorgestellt…

Man müsste eben doch auf Utö wohnen… ;-)

… wenn man sich – weil man Rechtshänder ist – die Impfung in den linken Arm geben lässt, und dann feststellen muss, dass man ja – eben deswegen – sein Baby den ganzen Tag auf dem linken Arm schleppt.

*aua*

(Nur der Ähämann. Und nur, um die letzten Sachen holen, die wir noch im Haus seiner Eltern eingelagert hatten. Und nur, weil das Haus jetzt jeden Tag verkauft werden soll.)

  • Sechs Tage „alleinerziehend“ waren anstrengend, aber machbar. Insbesondere, weil das Mäusebaby trotz Erkältung + Zahnen prima geschlafen hat, und das Mäusemädchen zwar gerade eine ganz heftige „NEIN!!!“-Phase hat, aber, da es darauf ankam, sehr kooperationsbereit war.
  • Papa wurde trotzdem heftigst vermisst. „Aber wenn der Papa da wäre, dann…“ gab es jeden Tag ungefähr 15 Mal vom Mäusemädchen zu hören.
  • Wenn man vom Dorf ist, muss man für die Rückfahrt extra Platz im Auto einplanen: für all die Päckchen Kaffee, Tafeln Schokolade und Kleidungsstücke für die Mäusekinder, die die Nachbarn mitschicken. Das ist sehr nett, aber Finnland ist wirklich kein Entwicklungsland! (Eine Packung Toffifee hab’ ich heute schon mal allein aufgegessen.)
  • Das Mäusebaby hat jetzt auch endlich einen Fahrradsitz. Zwar kann ich jetzt noch immer nicht das Mäusemädchen mit dem Rad vom Kindergarten abholen (an einen Anhänger will ich nicht so richtig ran), aber zumindest können wir am Wochenende wieder radfahren, alle vier. Ich bin schon ein ganzes Jahr nicht mehr radgefahren, und es fehlt mir dolle, dolle, dolle!
  • Im Hafen von Travemünde gibt es ein Kunstwerk, das mir der Ähämann gleich zeigen musste:

“Finnisches Tagebuch”, Klaus Bönninghausen, 1994

    Meins ist schöner, findet er. ;-)
  • Wenn sich nach dem Verlassen des Bootes im Helsinkier Hafen eine lange Autoschlange bildet, dann nicht, weil Pässe kontrolliert werden, sondern weil jeder Autofahrer erstmal in den Alkoholtester blasen muss.
  • Internationale Autoeinwegmiete ist sauteuer, aber lustig. Vor allem, wenn die Leute an der Ausleihstation im Gegensatz zu denen in der Zentrale noch nie was davon gehört haben. (Eisenach: „Nach Finnland? Ne! DAS geht nicht!“ Turku: „Und das war wirklich so ausgemacht? Was sollen wir denn jetzt mit dem Auto machen?! “)
  • Irgendwann musste es ja zum ersten Mal passieren: „Sie sind nicht zufällig die Frau Mäusedoktor?“ wurde ich heute gefragt. (Lieber Europcarmensch, das war amüsant. Aber ich erwarte jetzt auch einen Kommentar, was denn nun passiert ist mit dem Auto!)
  • 30 kg Studiumsmitschriften ins Altpapier! Ein Beutel Sachen in die Kleidersammlung! Zwei Saunatücher zu unseren Nachbarn! Etliche Tassen und Teller zu TYS für die „Erste-Hilfe-Kisten“ für Austauschstudenten! Diverser Kleinkram auf den Tauschtisch im Fahrradkeller! Zwei Mäusekäfige zurück nach Konnevesi!

    Bin ich gut im Ausmisten, oder bin ich nicht?!

Es gibt einen kleinen Jungen, der wird jeden Morgen mit einem grossen, gelben Abschlepp-LKW in den Kindergarten gebracht.

(Gestern war der LKW beladen, mit einem sehr, sehr schlimm aussehenden schwarzen BMW. Das Mäusemädchen hätte über dem Begucken und Sich-Wundern fast das Frühstück verpasst.)

Eigentlich hätte dieser Artikel „Mit Frau Ansku in Utö“ heissen sollen.

Nur, dass wir alle flunssa hatten.

Kurzentschlossen planten wir nur ein Treffen in Turku. Heute. Man könnte ja immer noch wenigstens einen Ausflug nach Ruissalo machen, auf die Hausinsel.

Nur, dass es ausgerechnet heute zum ersten Mal nach drei Wochen Sonnenschein regnen musste.

Aber egal, für einen kurzen Spaziergang am Meer, während dem das Mäusebaby sein Nachmittagsschläfchen halten sollte, und anschliessendes Kaffeetrinken im warmen und gemütlichen Honkapirtti würde es schon reichen.

Nur, dass das Mäusebaby schon im Auto auf dem Weg nach Ruissalo eingeschlafen war. Und das Mäusemädchen auch. Und es sowieso in Strömen regnete.

Also machten wir statt des Spaziergangs eine Rundfahrt über die nächstgelegenen Inseln, damit die Mäusekinder in Ruhe schlafen konnten. Wir konnten in der Zwischenzeit immerhin in Ruhe quasseln. :-)

Und so kommt es, dass es von unserem Treffen nicht mal ein Beweisfoto gibt.

(Aber wenn Frau Ansku das nächste Mal Urlaub in Helsinki macht, dann…!)

Der Mäusevolvo jetzt mit Alufelgen und Kugellagerachsen! ;-)

(Schon mal zwei platte Reifen innerhalb zweier Tage produziert? Schon mal erlebt, dass ein Kinderwagenreifen unter dem schlafenden Kind explodiert ist? (Wunderbare Sache das! ;-/) Schon mal gesehen, wie so ein Reifenmantel nach drei Jahren täglicher Benutzung bei Frost und Hitze nach so einer Explosion aussieht? (Nicht gut!) Schon mal versucht, in Finnland ein Kinderwagenersatzteil wie einen einzelnen Reifenmantel sofort zu kaufen oder innerhalb absehbarer Zeit bestellen zu lassen? (Aussichtslos!) Deshalb. Vier funkelnagelneue Räder. Ist eben nicht billig, ein Auto zu besitzen.)

… aber trotzdem:

Danke, J-FI! War schön mit dir! *schnüff*

 

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