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„Mama, wievielmal müssen wir noch schlafen, bis wir zur Papaoma fliegen?“
„Mit welchem Bus fahren wir zum Flughafen?“
„Kann man im Flugzeug auch schlafen?“
„Wo essen wir denn dann Mittag?“
„Gucken die dann, ob alle angeschnallt sind?“
„Ich freu‘ mich schon, dass ich dann rausgucken kann!“
„Papa, wir wollen nochmal alle Flugzeuge angucken, mit denen wir fliegen!“
„Zähl mal die Fenster!“
„Soll ich dir mal zeigen, wie schnell so ein Flugzeug fliegt? So schnell!“
„Wievielmal müssen wir noch schlafen?“
„Ich zeig‘ dir mal in meinem Flugzeugbuch!“
„Wo ist Kopenhagen?“
„Gibt’s denn da Tische im Flugzeug?“
„Hat unser Flugzeug auch Propeller?“
„Ist das laut?“
„Wievielmal müssen wir noch schlafen?“
„Ich lach‘ dann, so freu‘ ich mich, dass wir fliegen!“
„Ich klapp‘ mir dann so einen Tisch runter und mach‘ da meine Aufgaben!“
„Fahren wir wirklich mit dem gleichen Bus zum Flughafen, mit dem wir sonst in die Musikschule fahren?“
„Da müssen wir uns aber festhalten, wenn das Flugzeug um die Kurve fliegt!“
„Das andere Flugzeug hat die Triebwerke aber nicht vorne, sondern so, guck‘ mal!“
„Fahr’n wir dann mit einem ICE?“
„Wie kann man denn einen Kinderwagen mit ins Flugzeug nehmen?“
„Ich freu‘ mich, dass wir nicht Auto fahren, da müssen wir nicht so lange angeschnallt sein!“
„Wievielmal müssen wir noch schlafen?“

Einmal nur noch.

… gibt’s ja nicht in Finnland.

Als wir unseren Urlaub planten, aus Sehnsucht nach richtigen Bergen, da wusste ich noch gar nicht, WIE sehr mir die Berge gefehlt hatten.

Als der Ähämann unsere Unterkunft buchte, 1500 m hoch gelegen und mit Blick auf Berge und See, da dachte ich noch, das würde mir schon reichen. Auf der Terrasse sitzen und den Blick zwischen den Bergspitzen aufhängen. Ab und zu vielleicht ein kleiner Spaziergang. Was man eben so machen kann mit zwei kleinen Kindern und einem Baby.

Als der Ähämann beschloss, wenn schon, dann führen wir da hin, wo die ganz hohen Berge sind, da wusste ich noch nicht, wie perfekt das für uns sein würde. Denn wo auf (fast) jeden Berg irgendeine Art Bahn fährt, da kann man sich prima bergauf fahren lassen und bergab zu einer Zwischenstation laufen. Mit zwei kleinen Kindern und einem Baby.

Einen wunderbaren Urlaub hatten wir!

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Den Ähämann zur Tagung bringen, oder: Ein Wochenende in Stockholm

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Frühsommer in Mitteleuropa:

Im Vorfrühling sind wir weggefahren. Im Sommer wiedergekommen.

In Deutschland kann man wettermässig bestimmt ganz prima schon Ende April oder Anfang Mai heiraten. Denn wenn man erst Ende Mai heiratet und 25 Jahre später beschliesst, Besuch aus Finnland zu seiner Silberhochzeit einzuladen, dann kann es sein, dass der Besuch sich zwar eigentlich sehr freut, aber Finnland, das gerade anfängt zu grünen und zu blühen und wo es zumindest in den nächsten Tagen deutlich wärmer sein wird als in Deutschland, nur sehr ungern verlässt.

Wir sind dann trotzdem mal weg. *seufz*

Ich hatte schon ganz vergessen, wie schön es im Advent im Erzgebirge
ist…! Hach…!

(Ich hatte leider auch vergessen, dass in Deutschland bei der ersten Schneeflocke tonnenweise Salz auf Strassen und Wege gekippt wird. Und wie viele engstirnige Rentner es gibt und wie wenige Kinder.)

 

Mai 2012
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