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„Mutter und Kind auf Fussgängerüberweg angefahren“, titelte der Turun Sanomat letzte Woche. Was gab das für einen Aufschrei – Stoppschilder sollte man anbringen vor den Überwegen, erhöhen sollte man alle Überwege, und überhaupt die Autofahrer viel härter bestrafen – und nun ratet mal, wie viele Autos seitdem mit unverminderter Geschwindigkeit an uns vorbeigebraust sind, wenn wir am Fussgängerüberweg stehen: der kleine Herr Maus im Kinderwagen, der grosse Herr Maus links am Kinderwagen, das Fräulein Maus rechts am Kinderwagen, und ich dahinter. Genau! Genauso viele wie immer.
„Zunehmende Jugendfeindlichkeit in Deutschland“, hörte ich vor einigen Tagen im deutschen Radio. Nach dem zweiwöchigen Besuch in meiner Geburtsstadt, von mir hassliebevoll Rentnerhauptstadt genannt, erschien mir das vollkommen einleuchtend. Es stellte sich dann aber schnell heraus, dass, natürlich, von Judenfeindlichkeit die Rede war.




