You are currently browsing the monthly archive for März, 2008.
Auf der Uni-Seite (In Finnisch)
Im Helsingin Sanomat (In Finnisch)
Bei YLE (In Englisch mit Fehlern – ich hab’ doch keine Maulwürfe erforscht! Vole heisst die Wühlmaus auf Englisch!)
Bei YLE Svenska (In Schwedisch)
Das schwedische Radio hat mich übrigens am Donnerstag persönlich interviewt – und darauf bestanden, dass ich auf Deutsch antworte. Das war gruselig (wenn auch eigentlich insgesamt sehr nett) – ich hab’ doch noch nie mit jemandem ernsthaft in einer anderen Sprache als Englisch (oder selten Finnisch) über meine Arbeit gesprochen…! Zum Glück haben sie dann für den Radiobeitrag doch nur zwei Antworten von mir verwendet, die sich halbwegs flüssig anhörten.
(Mehr Fotos hier.)
Die nächsten 30 Stunden oder so würde ich gern überspringen.
Und komisch – wenn man gleichzeitig schwanger ist, dann fallen einem immerzu so seltsame Vergleiche ein. Dass man z.B. neun Monate lang weiss, dass das Kind am Ende irgendwie raus muss, nur… Und dass man genausogut vier Jahre lang weiss, dass man am Ende diese Veranstaltung zu absolvieren hat, nur…
(Nur, dass ich mir sicher bin, dass ein Kind auf die Welt bringen nicht halb so schlimm ist.)
Und keine Aussicht auf Mittagsschlaf.
(Das ist derzeit das Schönste an den Wochenenden, zusammengekuschelt mit dem Mäusekleinkind Mittagsschlaf zu machen.)
Ist doch ganz schön anstrengend, so einen kleinen Menschen zu produzieren.
Die Bushaltestelle bzw. die Ampel vorm Dom sind wirklich ein guter Platz – am Donnerstag, als der Ähämann zum Gründonnerstagsgottesdienst ging, ich mich mit dem schon die ganze Woche kranken und gerade wieder einen Arztbesuch absolvierten Mäusekleinkind aber lieber auf den Weg nach Hause machte, kam ein pakettiauto mit dem Kennzeichen JKL-27, bei dem mir zuerst die Buchstabenkombination auffiel, weil es die Abkürzung für Jyväskylä ist (was aber nichts mit der Herkunft des Autos zu tun hat, die kann man in Finnland nicht vom Kennzeichen ablesen), dem Ähämann aber gleich die passende Nummer. :-)
[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26]
(Und online.)
Langsam wird der Stress weniger. (Die Aufregung dafür mehr.)
Dafür wird mir jetzt allmählich wieder bewusst, dass es auch noch ein ”Leben nach der Verteidigung” geben wird. Dass ich in ca. 8 Wochen wieder einBaby haben werde!
Da die Schwangerschaft bisher wieder genauso unkompliziert und ohne Probleme verlaufen ist wie beim ersten Mäusekind, diesmal auch viel weniger vorzubereiten ist (klar, Bettchen KELA-Kiste aufbauen und den Kinderwagen wieder umbauen und die winzigkleinen Babyklamotten einräumen – aber es muss ja nichts Grösseres mehr angeschafft oder eingerichtet werden, weil alles schon da ist), habe ich über dem Stress der letzten Wochen gar nicht mehr so wirklich darüber nachgedacht. Andererseits hat mich die Doktorarbeit auch viel weniger gestresst, weil dieses kleine strampelnde Wesen in meinem Bauch mich ständig daran erinnert hat, dass es wichtigere Dinge im Leben gibt.
(Eigentlich sehr praktisch, diese Kombination!)

”Liebe Anniina,
wie schnell das letzte Jahr vergangen ist! Gerade noch warst du ein Baby, und jetzt bist du schon zwei Jahre alt!
![]() |
![]() |
Seit Tagen übst du, dir dein Geburtstagsständchen selbst zu singen. ”Onnea, onnea…”, singst du beim Spielen vor dich hin. Bestimmt haben in letzter Zeit ganz viele Kinder aus der Muumingruppe Geburtstag gehabt! ;-) Und wenn das so weiter geht, dann kannst du bald für Mama und Papa übersetzen! ;-)
Deine Lieblingsbeschäftigungen sind ”Anniina läuf!”, ”Anniina schauka!” und mit Puppen spielen. Heute früh hast du zuerst deinen neuen Puppenwagen entdeckt (Danke Oma und Opa!), freudig ”Puppewag!” ausgerufen – und dich für deine anderen Geschenke gar nicht mehr interessiert.
Bald machen wir ganz viele Spaziergänge mit dem Puppenwagen, versprochen! Überhaupt hat Mama bald wieder ganz viel Zeit für dich. Du bist nämlich sowieso viel, viel wichtiger als diese ollen paper!
Ich hab’ dich so dolle lieb, mein grosses Mädchen!
Deine Mama”
Nachdem wir 2006 überhaupt nicht vorbereitet waren, 2007 dafür umso besser, aber dann nur zwei Hexen kamen, sind wir dieses Jahr endlich ein ganzes Körbchen Süssigkeiten losgeworden und haben dafür so viele geschmückte Weidenzweige bekommen, dass es für einen richtig schönen Strauss gereicht hat:
… ist jetzt bei uns eingezogen. Nach Bosch, der von meinen Eltern zu uns nach Jena gezogen ist, Herrn Vähävirtanen, der mit uns im Studentendorf lebte, und dem schon sehr alten und klapprigen Onkel Upo, den wir in der neuen Wohnung vorfanden, ist jetzt die Dame Cylinda bei uns eingezogen.
Gestern habe ich es endlich geschafft, den letzten Teil unserer doch inzwischen recht umfangreichen Kuhsammlung an ihr anzubringen:
Angefangen hat das alles 2002. Damals, als Ines und Sven gerade nach Finnland gezogen waren und wir ihnen ihren Staubsauger und ihren Wäscheständer mit ein paar tausend Kilometern Umweg über Norwegen und Nordfinnland nach Jyväskylä hinterherfuhren, gab es da auf einmal so tolle Milchpackungen mit Kühen drauf. Alle leeren Milchpackungen, derer wir habhaft werden konnten, wurden ausgeschnitten, reisten mit zurück nach Deutschland und schmückten fortan Bosch. Ein Jahr später reisten die Kühe zurück nach Finnland, wurden an Herrn Vähävirtanen angebracht und bekamen recht bald Verstärkung. Bis zu unserem Umzug, der uns mit Upo zusammenbrachte, war die Sammlung glücklicherweise schon so weit gewachsen, dass sie gnädig alle seine Schrammen und Altersflecken verdeckte. Insbesondere erfreuten wir unsere finnischen Besucher mit unserer Kuhsammlung - ”Ich wusste gar nicht, dass es soooo viele verschiedene Kühe gegeben hat!” oder ”An diese Kühe kann ich mich gar nicht mehr erinnern.” bekamen und bekommen wir jedes Mal zu hören. Als es vor einigen Wochen neue Kühe gab, wurde ich sogar auf Arbeit gefragt, wo ich die denn nun noch unterzubringen gedenke. Na, Dame Cylinda hat gerade noch so Platz für alle gehabt. Aber wenn es das nächste Mal neue Kühe gibt, werden wir wohl zum System der Wechselausstellungen übergehen müssen.
Und wie sehen eure Kühlschränke aus?
(Das ist ein spontan selbsterdachtes Stöckchen!)
Nachdem lange, lange Zeit das Telefon in des Mäusekleinkinds Sprache ”Hallo” hiess, wird es jetzt seit einigen Wochen als ”Demo” bezeichnet. Also ergab sich vorgestern die folgende Konversation:
Ähämann: ”Ich muss dann noch telefonieren.”
Mäusekleinkind: ”Anniina demoliern!”
(Nicht ganz falsch. Kann durchaus passieren, dass sie, wenn man sie nicht ans Telefon lässt, anfängt zu demolieren…)
Elina hat mir gerade verkündet, dass sie gerade entdeckt hat, dass meine Verteidigungsankündigung schon im Netz steht. Apua!!!
Am Sonnabend haben wir das Lindholm-Baby im Krankenhaus besucht. Während Anniina im Januar beim Besuch des ersten der vier Gemeindebabys zwar aufgeregt ”Baby! Baby!” sagte, sich dann aber mehr für die anderen spannenden Dinge im Krankenhauszimmer interessierte, hat sie diesmal noch Stunden nach dem Besuch davon gesprochen wie ”Baby Augen zu” weil ”Baby sssäft”, wie ”Baby weint” hat und wie klein ”Baby Füsse” waren. Ich bin so gespannt, wie es werden wird, wenn ”Baby” dann tatsächlich ihr kleiner Babybruder oder ihre kleine Babyschwester ist…!
Das Experiment ”Das Mäusekleinkind schläft im eigenen Zimmer” ist dagegen gründlich fehlgeschlagen. Schon beim Einschlafen war sie irgendwie weniger entspannt als sonst und immer in Hab-acht-Stellung – sobald sich Mama oder Papa möglichst lautlos aus dem Zimmer schleichen wollten, sass das eigentlich schon schlafende Mäusekleinkind wieder hellwach aufrecht im Bett. In der ersten Nacht wurden wir um zwei von herzzerreissendem Weinen geweckt, woraufhin das Mäusekleinkind natürlich ins Elternbett geholt wurde. In der zweiten Nacht sass sie schon, ihre Ida unter den einen und ihren Bruno unter den anderen Arm geklemmt, abtransportbereit im Bett, als der Ähämann zu seinem weinenden Kind eilte. In der dritten und vierten Nacht kam sie uns halb elf schon an der Tür entgegen.
Wenn unser Schlafzimmer nicht so entsetzlich klein wäre und wir nicht Angst hätten, dass sich die Mäusekindelein dann gegenseitig vom Schlaf abhalten, wären wir ja sowieso nie auf die Idee gekommen, das immerhin noch ganz schön kleine Mäusekleinkind auszuquartieren.
Vorläufig haben wir uns entschieden, das Mäusekleinkind weiterhin im Gitterbettchen im Schlafzimmer schlafen zu lassen (wo sie letzte Nacht wie üblich friedlich von 20:00 bis 7:30 Uhr durchgeschlafen hat), und das Mäusebaby die erste Zeit in der KELA-Kiste. (Darin sind nämlich nicht nur lauter nützliche Dinge fürs Baby, sondern die Kiste, mit der die Dinge verschickt werden, kann man als erstes Bettchen benutzen – es gehört sogar extra eine passende Matratze dazu. Für Anniina hatten wir die Kiste allerdings nur die ersten Wochen im Wohnzimmer.) Das geht ein paar Monate, und dann lassen wir uns was Neues einfallen. Zur Not schlafen wir alle vier gemeinsam im Elternbett! :-)
Irgendwie funktioniert das oft so, dass ich das nächste Kennzeichen dann zu sehen bekomme, wenn ich jemandem gerade etwas Gutes tue – z.B. den Ähämann beim Fahren ablöse oder ihm Tomaten kaufe . Meine gestrige gute Tat ;-) bestand darin, Anja auf einen Möhrenkuchen ins Café Fontana einzuladen, als Dank für Meerschweinurlaubsbetreuung. Und kaum hatten wir uns an einem Tisch am Fenster niedergelassen, Anja, der Ähämann, das Mäusekleinkind und ich, kam draussen auch schon die 26 vorbeigefahren!
[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25]
Nummer Zwei von Vier ist da!
Und wir haben kein Meerschwein mehr. :-( Vorgestern Abend hat er aufgehört zu fressen, gestern früh hat ihm der Tierarzt trotz allem noch eine sehr gute Verfassung bescheinigt, und gestern Abend ist er mir beim Versuch, wenigstens etwas Möhrenbrei in ihn reinzubekommen, quasi unter den Händen gestorben. Armer kleiner Kerl!
(Ich bin nur froh, dass wir nicht noch mehr Meerschweinchen haben: wenn doch anscheinend jedes Mal eins stirbt, kurz bevor wir ein neues Mäusekind bekommen – und wir wollen doch noch mehr Kinder…!)

















