Diese Woche fielen hier gleich mehrere Stöckchen zu Boden. (Ähm, hab’ ich eigentlich erzählt, dass ich mir vor drei Wochen oder so eine Weile wie ein Hundebesitzer vorkam? Weil Anniina so eine Phase hatte, in der sie extrem schlecht geschlafen hat und ich früh entweder gleich nach dem Aufstehen oder auf dem Weg in den Kindergarten eine grosse Runde mit ihr gelaufen bin, damit sie im Kinderwagen nochmal schläft? Und nachmittags auf dem Weg nach Hause wieder? Und hab’ ich eigentlich erzählt, dass sie den tollen weichen Muuminball, den sie von den Nachbarn zum Geburtstag geschenkt bekommen hat, am liebsten wie ein Hündchen mit den Zähnen apportiert? Nee? Ach, ich schweife ab…)
Die Frau Antonmann fragte nach einem Lieblingsmöbelstück. Hm, ja, *grübel*, hab’ ich denn sowas? Solange wir unseren Geschirrspüler noch nicht hatten, hätte ich gut und gerne unseren Geschirr-abtropf-Schrank als Lieblingsmöbelstück bezeichnet, aber irgendwie ist der ja nun nicht mehr so wichtig. Und schön ist er eigentlich auch nicht. Was ich wirklich mag, sind unsere riesigen Einbauschränke, die in finnischen Wohnungen genau wie die Küche zur Wohnung gehören. Aber schön sind die auch nicht. Keine wirklichen Lieblingsmöbel also. Das wären schon eher unsere zwei ”Fridolin”-Kleiderschränke mit der tollen Schublade gewesen, die jetzt aber wegen besagter Einbauschränke auseinandergebaut und gut verpackt ihr Dasein im Luftschutzkeller fristen. Frau Antonmann gab mir den Tipp, ich solle es mit Staubwischen versuchen, vielleicht stiesse ich dann auf mein Lieblingsmöbelstück. Ähm, ja. Staubwischen wäre natürlich dringend nötig. Erfolgt aber zur Zeit immer nur dann und nur dort, wo es wirklich am allernötigsten ist. Das war zuletzt auf der Mikrowelle, auf der alle unsere Teedosen stehen. Nun finde ich zwar unsere Mikrowelle recht schön, und ich weiss nicht, was wir ohne sie machen sollten – wenn z.B. früh ein vor Hunger brüllendes Mäusekind in seinem Stühlchen sitzt und keine zwei Minuten warten kann, bis die verschlafene Mutter oder der verschlafene Vater seinen puuro zubereitet haben (von dem es dann drei Löffelchen isst…) – aber unter die Kategorie ”Möbel” fällt eine Mikrowelle ja wohl auch nicht. Hm, aber da ich schon einmal in der Küche war, fiel mir ein, dass ich mit meinem Sortierwahn tatsächlich alle Möbel besonders liebe, die Schubladen besitzen. Weswegen unser Küchentisch schon immer einer mit Schubladen war. Bis der zu klein wurde. Und dann haben wir so lange gesucht, bis wir einen grösseren gefunden hatten, der auch Schubladen hatte. Und bis wir ein nettes Zuhause für den alten Tisch gefunden hatten. *zuanjawink* Und weil, als wir noch im Yo-kylä wohnten, immer so viele Dinge – Briefe, Fahrradtachos, Geldbörsen, Handyladegeräte… – auf unserer Küchenarbeitsplatte herumlagen, kauften wir uns irgendwann eine Kommode mit acht Schubladen für all den Kram. Die linken vier sind für mich, die rechten vier für den Ähämann. Ganz gerecht. Und so richtig schön ist sie erst, seit diese tolle Hochzeitskarte darüber hängt, auf der man ablesen kann, dass der Ähämann über Danzig nach Finnland gereist ist und ganz allein die Ostsee im Ruderboot überquert hat, um zu mir zu kommen. ;-) *zukatharinaundstefanwink*
So, da sind sie nun, meine liebsten Schubladen:
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