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Mülltrennen fällt mir ja nicht schwer. Erstens, weil ich ja Ökologin bin. ;-) Und zweitens, weil ich ja aus dem Land komme, wo die Mülltrennung angeblich erfunden wurde.

Ich musste also nur ein bisschen umlernen.

Hier lief das bisher so:

- Biomüll in den hausgemeinschaftseigenen Kompost
- Glas (nicht nach Farben sortiert) in die blaue Tonne
- Metall in die grüne Tonne
- Papier (aber wirklich nur Papier und auch nur, wenn es nicht zu stark und dunkel bedruckt ist) in den grünen Papiercontainer
- Pappe, Eierkartons und Tetrapaks in den grauen Kartoncontainer
- Batterien in den roten Problemmüllsammler
- den restlichen Müll in den grauen Container

Und weil es manchmal nicht so einfach ist zu entscheiden, wo denn nun was hinkommt, gibt es eine feine Seite, auf der man von A wie aaltopahvi (Wellpappe) bis Ö wie öljyt (Öle) nachschauen kann, wo das entsprechende Objekt entsorgt werden kann. (Besonders spannend finde ich die Recyclinghinweise für Boote, Röntgenbilder, schusssicheres Glas, Asphalt und Munition – was eben so bei Otto Normalverbraucher anfällt…)

Nun gibt es aber eine neue Regelung. Restmüll wird jetzt nochmal getrennt, und zwar kommt

- brennbarer Müll in den grauen Container
- Deponiemüll in den schwarzen Container

Hm. Jetzt tun sich ganz neue Fragen auf. Ist alufolienbeschichtetes Plastikbonbonpapier jetzt also Deponiemüll? Wie unterscheide ich PVC, das man nicht verbrennen darf, von anderen Kunststoffsorten? Und in welchen Behälter darf ich meinen Kaugummi spucken?

Und dann warf die Mischpokenregierung schon wieder ein Stöckchen über die Ostsee. Das muss ich ja dann wohl auch aufheben…
Fünf Dinge, die ich habe, aber nicht will
1. Stöckchenaufhebpflichten ;-)
2. schon wieder Erkältung
3. die ganzen Wollmammuts in unserer Wohnung
4. eine Kinderkleiderschrank voll rosa Klamotten (Bitte, grün oder gelb oder rot wären doch auch schöne Farben, warum bitte muss es denn IMMER rosa sein?! *stöhn*)
5. Heuschnupfen
Fünf Dinge, die ich will, aber nicht habe
1. noch zwei bis drei Kinder (Kann ja noch werden.)
2. einen Job als Biologe im „richtigen Leben“ (Kann auch noch werden. Hoffentlich.)
3. einen „Schnellkühler“, Mikrowelle umgekehrt sozusagen (Kann das mal bald jemand erfinden?)
4. mehr Zeit
5. eine Strassenbahn für Turku
Fünf Dinge, die ich nicht habe und nicht will
1. eine Brille
2. so einen fürchterlichen Handgepäck-Rollkoffer
3. einen Wäschetrockner
4. einen Hund
5. ein eigenes Haus

Diese Woche fielen hier gleich mehrere Stöckchen zu Boden. (Ähm, hab’ ich eigentlich erzählt, dass ich mir vor drei Wochen oder so eine Weile wie ein Hundebesitzer vorkam? Weil Anniina so eine Phase hatte, in der sie extrem schlecht geschlafen hat und ich früh entweder gleich nach dem Aufstehen oder auf dem Weg in den Kindergarten eine grosse Runde mit ihr gelaufen bin, damit sie im Kinderwagen nochmal schläft? Und nachmittags auf dem Weg nach Hause wieder? Und hab’ ich eigentlich erzählt, dass sie den tollen weichen Muuminball, den sie von den Nachbarn zum Geburtstag geschenkt bekommen hat, am liebsten wie ein Hündchen mit den Zähnen apportiert? Nee? Ach, ich schweife ab…)

Die Frau Antonmann fragte nach einem Lieblingsmöbelstück. Hm, ja, *grübel*, hab’ ich denn sowas? Solange wir unseren Geschirrspüler noch nicht hatten, hätte ich gut und gerne unseren Geschirr-abtropf-Schrank als Lieblingsmöbelstück bezeichnet, aber irgendwie ist der ja nun nicht mehr so wichtig. Und schön ist er eigentlich auch nicht. Was ich wirklich mag, sind unsere riesigen Einbauschränke, die in finnischen Wohnungen genau wie die Küche zur Wohnung gehören. Aber schön sind die auch nicht. Keine wirklichen Lieblingsmöbel also. Das wären schon eher unsere zwei ”Fridolin”-Kleiderschränke mit der tollen Schublade gewesen, die jetzt aber wegen besagter Einbauschränke auseinandergebaut und gut verpackt ihr Dasein im Luftschutzkeller fristen. Frau Antonmann gab mir den Tipp, ich solle es mit Staubwischen versuchen, vielleicht stiesse ich dann auf mein Lieblingsmöbelstück. Ähm, ja. Staubwischen wäre natürlich dringend nötig. Erfolgt aber zur Zeit immer nur dann und nur dort, wo es wirklich am allernötigsten ist. Das war zuletzt auf der Mikrowelle, auf der alle unsere Teedosen stehen. Nun finde ich zwar unsere Mikrowelle recht schön, und ich weiss nicht, was wir ohne sie machen sollten – wenn z.B. früh ein vor Hunger brüllendes Mäusekind in seinem Stühlchen sitzt und keine zwei Minuten warten kann, bis die verschlafene Mutter oder der verschlafene Vater seinen puuro zubereitet haben (von dem es dann drei Löffelchen isst…) – aber unter die Kategorie ”Möbel” fällt eine Mikrowelle ja wohl auch nicht. Hm, aber da ich schon einmal in der Küche war, fiel mir ein, dass ich mit meinem Sortierwahn tatsächlich alle Möbel besonders liebe, die Schubladen besitzen. Weswegen unser Küchentisch schon immer einer mit Schubladen war. Bis der zu klein wurde. Und dann haben wir so lange gesucht, bis wir einen grösseren gefunden hatten, der auch Schubladen hatte. Und bis wir ein nettes Zuhause für den alten Tisch gefunden hatten. *zuanjawink* Und weil, als wir noch im Yo-kylä wohnten, immer so viele Dinge – Briefe, Fahrradtachos, Geldbörsen, Handyladegeräte… – auf unserer Küchenarbeitsplatte herumlagen, kauften wir uns irgendwann eine Kommode mit acht Schubladen für all den Kram. Die linken vier sind für mich, die rechten vier für den Ähämann. Ganz gerecht. Und so richtig schön ist sie erst, seit diese tolle Hochzeitskarte darüber hängt, auf der man ablesen kann, dass der Ähämann über Danzig nach Finnland gereist ist und ganz allein die Ostsee im Ruderboot überquert hat, um zu mir zu kommen. ;-) *zukatharinaundstefanwink*

So, da sind sie nun, meine liebsten Schubladen:

 

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