Das ist jetzt nicht wirklich wahr, dass in Deutschland die nächste Kinderautositzgrösse nach der Babyschale NUR zum Einbau mit Blickrichtung nach vorn erhältlich ist?!
Bisher haben wir uns mit dem Thema noch nicht so wirklich befasst, aber dank einiger finnischer Freunde mit Kleinkindern war es mir bis vor ein paar Tagen vollkommen selbstverständlich, dass auch der nächstgrössere Sitz entgegen der Fahrtrichtung eingebaut wird, bis das Kind drei Jahre alt ist, dann kann er umgedreht werden.
Und weil wir bald nach Deutschland fahren und solche Anschaffungen gern vorausblickend dort tätigen, weil es einfach mal preiswerter ist als hier, war ich überzeugt davon, nur noch in den Laden gehen zu müssen, den Testsieger von Römer anzusteuern und damit den Laden wieder zu verlassen. Zum Glück habe ich darüber vor ein paar Tagen noch mit einer guten Freundin – mit Kleinkind, das demnächst der Babyschale entwächst – in Deutschland am Telefon gesprochen und bekam berichtet, es gäbe in Deutschland genau EINEN Kindersitz, den man entgegen der Fahrtrichtung einbauen könne, und der sei nicht besonders gut. Nee, oder…?!
Ein Blick auf die Website unseres finnischen Kinderfachgeschäfts des Vertrauens ergab, dass es dort wiederum nur EINEN Sitz gibt, der NICHT entgegen der Fahrtrichtung eingebaut werden kann. Und dass es sogar einen von Römer gibt, der in beide Richtungen einbaubar ist. Nur ist selbiger tatsächlich auch in keinem einzigen deutschen Laden, Versand oder Onlineshop zu finden.
Das Mäusemädchen würde sich bestimmt freuen, könnte sie bald im Auto nach vorn gucken, aber da hat sie nun Pech gehabt. Und wir auch. Dann geben wir doch lieber 80 Euro mehr aus und kaufen den Sitz hier.
Meine Güte, ich wusste gar nicht, dass sich die allgemein, ähm, andere Einstellung zu Kindern in Deutschland selbst in sowas äussert…!



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